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Übergabe "Siegel kommunale IT-Sicherheit" an 7 Kommunen im Landkreis Passau

Meldung vom 23.05.2021 Sieben weitere Kommunen im Landkreis Passau haben hat das Siegel "Kommunale IT-Sicherheit" erworben

Landrat Raimund Kneidinger bei der virtuellen Siegelübergabe per Videokonferenz.

Lkr. Passau/Nürnberg. Sieben weitere Kommunen im Landkreis Passau haben hat das Siegel "Kommunale IT-Sicherheit" erworben. Ein auf die Größe der Organisation angepasster Basisschutz der IT-Systeme ist damit erreicht. Der Präsident des Landesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (LSI), Daniel Kleffel, übergab jetzt in einer gemeinsamen Videokonferenz mit Landrat Raimund Kneidinger und dem IT-Sicherheitsbeauftragten am Landratsamt Christian Krenn die Siegelurkunde virtuell an die Bürgermeister Georg Hatzesberger (Aicha v. Wald), Adolf Barth (Breitenberg), Walter Bauer (Eging a. See), Stephan Gawlik (Fürstenstein), Josef Kufner (Hofkirchen), Christian Grünberger (Hutthurm) und Ludwig Prügl (Obernzell).

Für Landrat Raimund Kneidinger „sind die Gemeinden des Landkreises bestens unterwegs, um sowohl die Chancen als auch die Risiken der Digitalisierung optimal im Blick zu behalten“. Der Landrat würdigte die Bereitschaft der Kommunen, sich dieser Herausforderung zu stellen. Das Landratsamt könne hier sehr partnerschaftlich und effektiv mit den Rathäusern zusammenarbeiten.

Seit 2019 konnte das Siegel inzwischen an 13 Gemeinden des Landkreises Passau überreicht werden. Daniel Kleffel stellte bei der Videokonferenz fest: "Ein Mindestmaß an IT-Sicherheit ist grundlegend für eine einsatzbereite Verwaltung ebenso wie für den Schutz der oft sensiblen Daten in den Kommunalverwaltungen. Angriffe von Cyberkriminellen oder regelmäßig bekannt werden Schwachstellen in IT-Produkten verlangen nach entsprechender Abwehrtechnik, festgelegten Organisationsprozessen und geschulten Beschäftigten. Diese drei Schwerpunkte werden durch das Siegel abgedeckt und bestätigen dabei die gesetzeskonforme Umsetzung der IT-Sicherheitskonzepte. Das LSI unterstützt als Partner die bayerischen Kommunen bei dieser Aufgabe.“

Schadprogramme stellen eine große Bedrohung für Behörden ebenso wie für Unternehmen und Privatanwender dar. Jede Organisation, die für ihre Abläufe von einer funktionsfähigen IT abhängig ist, muss sich vor Datendiebstahl, Datenveränderungen oder Sabotageakten, die zum Ausfall der notwendigen IT-Prozesse führen, schützen. Durch die einfache Verfügbarkeit baukastenartig zusammenstellbarer Schadprogramme verlieren klassische Abwehrmaßnahmen aber mehr und mehr an Wirksamkeit. IT-Sicherheit muss als Gesamtkonzept verstanden und umgesetzt werden. Das Bayerische E-Government-Gesetz verpflichtet Kommunen ebenso wie alle Behörden des Freistaats zur Einführung von Informationssicherheitskonzepten. Solche auf die Gegebenheiten vor Ort angepasste Konzepte haben dabei den systematischen Schutz der drei Grundwerte der Informationssicherheit – Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit – sicherzustellen. „Die Umsetzung von IT-Sicherheit ist eine wachsende und fachlich komplexe Aufgabe, die vor allem die Gemeinden vor immer stärkere Herausforderungen stellt. Die Kommunen im Landkreis Passau werden durch das Kommunale Behördennetz des Landkreises und den Informationssicherheitsbeauftragten Christian Krenn im Rahmen der „Arbeitsgemeinschaft Informationssicherheit“ unterstützt und machen den Gewinn von interkommunaler Zusammenarbeit im IT-Bereich deutlich.“ stellte Kleffel bei der Übergabe weiterhin fest.

Bayern hat mit dem LSI als erstes Bundesland eine eigenständige IT-Sicherheitsbehörde gegründet. Eine der Kernaufgaben des LSI in Nürnberg mit seinen Außenstellen in Würzburg und Bad Neustadt a.d.Saale ist der Schutz und die Gefahrenabwehr für staatliche IT-Systeme. Als kompetente Institution berät und unterstützt das LSI die Kommunen und öffentliche Betreiber kritischer Infrastrukturen wie Krankenhäuser und kommunale Wasserversorger in allen IT-Sicherheitsfragen. Bei regionalen IT-Sicherheitskonferenzen, Informationsveranstaltungen und individuellen Beratungsterminen sensibilisieren die IT-Sicherheitsexperten des LSI insbesondere Kommunen hinsichtlich bestehender Risiken der digitalen Welt bei der Ausübung ihrer Verwaltungstätigkeit. Die Zahl der LSI-Mitarbeiter soll von aktuell mehr als 100 auf 200 IT-Experten erhöht werden. Die Angebote des LSI werden rege in Anspruch genommen.

 

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