Träger des Umweltpreises 2026 stehen fest

29. Juni 2026: Auszeichnung für Umweltakademie „Cum Natura“ und Bezirksfischereiverein Wegscheid
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Die Träger des diesjährigen Umweltpreises, des Jugendpreises und der Anerkennungen stehen fest. Der Ausschuss für Umwelt und Nachhaltigkeit hat den durch die Verwaltung vorgeprüften Vorschlägen zugestimmt. Den Umweltpreis 2026 des Landkreises Passau, der mit 2.500 Euro dotiert ist, geht an die „Cum natura Umweltakademie e.V.“ in Vilshofen für das Projekt: „Ort für Spiel und Sein". Den vor drei Jahren neu geschaffenen Jugend-Umweltpreis (1000 Euro) erhält der Bezirksfischereiverein 1877 Wegscheid e.V. für das Projekt „Naturwächter am Wasser - Aktionen der Vereinsjugend" und „Fischer machen Schule". Die Preise werden am 6. Juli 2026 im Rahmen des Naturschutztages vergeben.

Umweltpreis:

Projekt: „Ort für Spiel und Stein“

Cum Natura-Umweltakademie e. V.

Das Projekt der cum natura - Umweltakademie e.V. schafft einen besonderen Lern-, Spiel- und Erfahrungsort für das Thema nachhaltige Entwicklung im Stadtpark Vilshofen. Kern des Projekts ist ein naturnah und nachhaltig gestaltetes Gelände, das seit 2025 als Raum für Naturerleben, Umweltbildung und gemeinschaftliches Handeln dient. Hier finden zahlreiche Veranstaltungen rund um Bildung für nachhaltige Entwicklung statt - von niedrig- bis hochschwellig, außerschulisch am Wochenende und den Ferien, sowie in Workshops für Schülerinnen und Schüler aus Vilshofen und dem Landkreis.

Der Ausschuss würdigte in seiner Begründung den ganzheitlichem Ansatz und das kostenlose und niederschwellig Angebot. Damit erreicht Cum Natura grundsätzlich alle Altersstufen, hauptsächlich aber Grundschulkinder. 2025 standen Themen wie Konsum, Energie und Mobilität im Mittelpunkt, mit Halbtages-Workshops, offenen Angeboten, Entdeckernachmittagen, Ferienaktionstagen und Umweltpädagogik. Zusätzlich wurden Veranstaltungen direkt in Schulen durchgeführt.

Das zugrunde liegende Konzept – naturnaher Lernort im öffentlichen Raum, regelmäßige offene Angebote und enge Kooperation mit Schulen und Kommune – sei zudem gut übertragbar und könne als Modell für andere Städte und Gemeinden dienen.

Jugendumweltpreis

Bezirksfischereiverein 1877 Wegscheid e.V.

Projekt „Naturwächter am Wasser - Aktionen der Vereinsjugend"

Projekt  „Fischer machen Schule"

Die Jugendgruppe des Bezirksfischereivereins 1877 Wegscheid e. V. unter der ehrenamtlichen Leitung von Christoph Haderer verfolgt ihr Umweltprojekt „Naturwächter am Wasser“ fortlaufend über das Jahr. Es findet schwerpunktmäßig entlang der Vereinsgewässer sowie im Bereich Rannasee statt. Beteiligt sind Jugendliche der Vereinsjugend, begleitet von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern aus dem Verein. Die Maßnahmen werden je nach Jahreszeit als einzelne Aktionstage (z. B. Müllsammeln) oder als Exkursionen (z. B. Monitoring/Spurensuche) organisiert.

Ziel des Projekts ist es, konkreten Naturschutz mit praktischer Umweltbildung zu verbinden. Die Jugendlichen übernehmen Verantwortung für „ihre“ Gewässer und erleben Natur- und Artenschutz nicht nur theoretisch, sondern durch eigenes Handeln. Kernmaßnahmen sind: Müllsammelaktionen entlang der Vereinsgewässer, Entfernung von Plastik, Glas und sonstigem Unrat, der Gewässer, Ufer und Tierwelt belastet.

Der Ausschuss würdigte vor allem das „stetige ehrenamtliche Naturschutz- und Umweltbildungsprojekt für Jugendliche“, das nicht nur auf die Fischerei abzielt, sondern auch zur Gewässer-Ökologie insgesamt beiträgt

Das Projekt „Fischer machen Schule“ wird vom Bezirksfischereiverein seit über 20 Jahren durchgeführt. Jährlich nehmen im Durchschnitt rund 100 Schülerinnen und Schüler teil, darunter seit fünf Jahren auch die 6. Klassen des Gymnasiums Untergriesbach. Die Veranstaltungen finden am Rannasee, am Stierbach sowie an den Seerosenteichen bei Wegscheid statt und werden von Ehrenvorsitzendem Rudolf Raab gemeinsam mit zahlreichen ehrenamtlichen Vereinsmitgliedern getragen. „Fischer machen Schule“ zeichne sich laut Ausschuss durch seinen hohen Praxis- und Vorbildcharakter aus: Umweltbildung finde direkt am Gewässer statt und vermittele ökologische Zu-sammenhänge nachhaltig und altersgerecht. Und: Durch die langjährige, regelmäßige Durchführung entfalte das Projekt eine „dauerhafte Wirkung auf das Umweltbewusstsein von Kindern und Jugendlichen“.