PV-Anlage auf dem Schuldach halbiert die Stromkosten
Seit einem Jahr läuft die Photovoltaik-Anlage auf den Dächern des Wilhelm-Diess-Gymnasiums in Pocking und die Sonnenstrom-Erzeugung und auch die Kosteneinsparungen erfüllen mehr als die Erwartungen. Das konnten jetzt Landrat Raimund Kneidinger, der zuständige Abteilungsleiter Richard Hofmann und Schulleiter Stefan Stadler bei einem gemeinsamen Termin feststellen. Landrat Kneidinger: „Sonnenstrom macht Schule und Schule macht Sonnenstrom.“
Der Landrat, Richard Hofmann und der Schulleiter waren dazu dem Gymnasium zunächst aufs Dach gestiegen, denn nur so lassen sich die imposanten Ausmaße der PV-Anlage überblicken. Mit einer installierten Leistung von fast 340 kWp ist sie die derzeit größte Sonnenstrom-Anlage auf einer Liegenschaft des Landkreises. Dieser kann als Schulträger mit einer jährlichen Stromproduktion von 350.000 kWh rechnen. Das ergeben die bislang vorliegenden Zahlen ebenso wie eine weitgehende Autarkie der Schule von April bis Oktober. In dieser Zeit sorgt die Sonne dafür, dass praktisch kein Strom aus dem Netz benötigt wird. Die Anlage versorgt die Schule direkt, schickt mit einer intelligenten Steuerung Strom in den Batteriespeicher (Kapazität 245 kWh) oder speist bei Überschuss ins öffentliche Netz.
Nach Angaben von Richard Hofmann, Leiter der zuständigen Abteilung im Landratsamt, spart sich die Liegenschaft des Landkreises damit über das ganze Jahr gesehen jede zweite Kilowattstunde aus dem Netz und halbiert damit die Stromkosten. Für Landrat Raimund eine Win-Win-Situation, von der die Schule ebenso wie der Landkreis profitiere. Kneidinger: „Unsere Investition rentiert sich und wir machen die Schule unabhängiger vom Energiemarkt.“ Hinzu kommen Überlegungen, wie der produzierte Strom noch effektiver im Schulgebäude eingesetzt werden kann. Für Schulleiter Stefan Stadler zeigt der Strom vom Dach, dass das Gymnasium damit auch einen wesentlichen Beitrag zur Nachhaltigkeitsstrategie des Landkreises leistet und nennt das Engagement des Landkreises „beispielgebend, wie ein sinnvoller Beitrag zur Energiewende aussehen kann“.
Insgesamt haben die PV-Anlagen des Landkreises auf insgesamt 15 Standorten eine installierte Leistung von über 1,4 Megawatt.