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Landrat Kneidinger ehrt „Ausnahmepersönlichkeiten unserer Heimat“

Meldung vom 08.09.2021 Altlandrat Franz Meyer erhält Ehrenring - Baptist-Kitzlinger-Plakette für Äbtissin Dr. Bernart und Altbürgermeister Bernkopf

Vilshofen a.d. Donau. Im Rahmen einer Festveranstaltung im Atrium des Gymnasiums Vilshofen hat der Landkreis Passau verdiente Persönlichkeiten ausgezeichnet. Neuer Träger des Ehrenrings als höchste Auszeichnung, die der Landkreis vergeben kann, ist Staatssekretär a.D. und Altlandrat Franz Meyer. Die Äbtissin der Zisterzienserinnenabtei Thyrnau, Schwester Dr. M. Mechthild Bernart, und der Altbürgermeister des Marktes Windorf, Gerhard Bernkopf, erhielten aus der Hand von Landrat Raimund Kneidinger die Baptist-Kitzlinger-Plakette in Gold. Festredner war der Bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder.

In Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste, darunter auch die ehemaligen Finanzminister Prof. Dr. Kurt Faltlhauser und Erwin Huber, bezeichnete Kneidinger die Geehrten als „Ausnahme-Persönlichkeiten unserer Heimat“. Schwester Dr. Mechthild Bernart und Altbürgermeister Gerhard Bernkopf wirkten „seit Jahrzehnten für und uns bei uns und prägen das öffentliche Leben“. Und mit Altlandrat Franz Meyer gehe der Ehrenring an einen „der ganz Großen unseres Landes“. Der Landrat verwies dabei auf die herausragende Bedeutung des Ehrenrings, „dieser Ring ist selten, er ist etwas Besonderes. Die Zahl der verliehenen Ehrenringe darf zu Lebzeiten der Geehrten die Zahl 15 nicht überschreiten“.

Ministerpräsident Markus Söder stellte das Wirken der Geehrten in Zusammenhang mit der positiven Entwicklung des ländlichen Raumes in Bayern. „Persönlichkeiten wie Sie waren und sind es, die diesen Erfolg möglich machen.“ Söder würdigte in sehr persönlichen Worten die jahrzehntelange politische Arbeit von Franz Meyer als „eine geniale Mischung aus Bürgernähe, Selbstbewusstsein, Cleverness und Verantwortungsbewusstsein". Die Bereitschaft, im Miteinander stets kluge Lösungen zu finden, ziehe sich als roter Faden durch alle Aufgaben, Mandate und Ämter, die Franz Meyer in seiner politischen Karriere inne hatte. Söder: „Ob als Parlamentarier, als Kabinettsmitglied oder als Landrat: Ein Franz Meyer unterschied nie kleine und große Probleme. Jedes Bürgeranliegen war wichtig und auf sein Wort konnte man sich verlassen.“ Für Meyers Geradlinigkeit spreche auch dessen Kandidatur 2008 für das Amt des Landrats. Dafür habe Meyer das Amt des Staatssekretärs aufgegeben, „den Menschen sollte klar werden, dass der neue Landrat zu 100 Prozent dafür einsteht, für seinen Landkreis arbeiten zu wollen.“

Meyer selbst dankte seinen zahlreichen Wegbegleitern und konnte aus seiner Erfahrung und mit Blick unter anderem auf Ministerpräsident Markus Söder und die Finanzminister a.D. Erwin Huber und Professor Kurt Faltlhauser feststellen: „Ja, es gibt auch in der Politik Freundschaften.“

Den festlichen Rahmen der Veranstaltung bildeten Preisträgerinnen und Preisträger der Kreismusikschule Passau unter der Leitung von Kurt Brunner.

Die Laudationes von Landrat  Raimund Kneidinger für die Ausgezeichneten:

Laudatio Sr. Dr. M. Mechthild Bernart

„Beruf – Berufung – Begeisterung: Dieser Dreiklang trifft heute auf alle Geehrten zu. Professionell arbeiten, Idealen und Werten verpflichtet und mit vollem Herzen dabei.

Eine Frau, die dies in überaus überzeugender Weise tut, ist eine Frau des Glaubens, promovierte Pädagogin, Stickerin mit Meisterbrief, Botschafterin klösterlichen Lebens, Managerin eines mittelständischen Betriebs und wohl landesweit die Kompetenzstelle schlechthin für Paramentenstickerei und die Anfertigung hochwertigster liturgischer Gewänder.

Ich freue mich sehr, heute die Äbtissin der Zisterzienserinnenabtei Thyrnau, die Ehrwürdige Schwester Dr. M. Mechthild Bernart mit der Baptist-Kitzlinger-Plakette in Gold auszuzeichnen.

Die studierte Lehrerin für Sonderpädagogik trat 1978 in die Thyrnauer Abtei ein, absolvierte hier ihre Ausbildung in der Paramentennäherei und legte 1988 die Meisterprüfung in diesem anspruchsvollen Handwerk ab.

Seit 2002 steht sie an der Spitze des Klosters und setzt sich in herausragender Weise für den Erhalt der Klosteranlage ein. Damit leisten Sie, liebe Schwester Mechthild, zusammen mit Ihren Mitschwestern einen unschätzbaren Beitrag, um das ehemalige Jagdschloss der Passauer Fürstbischöfe als eines der bedeutendsten Baudenkmäler Niederbayerns zu bewahren.

Aber es geht nicht nur um die Mauern, es geht auch um das, was sie an Wertvollem in sich bergen: Klösterliches Leben als eine der Wurzeln unserer abendländischen Kultur, Bewahrung einer wichtigen Tradition, die Handwerk und Spriritualität einzigartig verbindet.“

 

Laudatio Altbürgermeister Gerhard Bernkopf

„Kommen wir nun zu einem Mann der Kommunalpolitik und der Verbandsarbeit für sozial Schwache. Er hat mitgebaut am Landkreis, war über drei Jahrzehnte Bürgermeister, prägte Gesicht und die Entwicklung seiner Marktgemeinde. Und mit der wichtigen Arbeit des VdK auf Landes- und Bundesebene ist sein Name untrennbar verbunden:

Ich freue mich sehr, heute den Altbürgermeister des Marktes Windorf und früheren stellvertretenden Landrat, Gerhard Bernkopf, mit der Baptist-Kitzlinger-Plakette in Gold auszuzeichnen.

Gerhard Bernkopf zählt zu den profiliertesten Kommunalpolitikern unserer Region. 33 Jahre Bürgermeister des Marktes Windorf, 36 Jahre im Kreistag, 18 Jahre stellvertretender Landrat – das sind mehr als Zahlen. Das ist ein Lebenswerk!

Einen ebenso großen Stellenwert nimmt das Engagement von Gerhard Bernkopf für den Sozialverband VdK ein. Insgesamt ein Arbeitspensum, das wirklich außergewöhnlich ist.

Als versierter Kommunalpolitiker und als Anwalt setzte er sein Wissen und seine Erfahrung ehrenamtlich für benachteiligte Menschen, für sozial Schwache ein. Und das bis hin zum Amt des Landesvorsitzenden des VdK Bayerns.

Damit ist Gerhard Bernkopf ein herausragender Botschafter des Landkreises für soziales Engagement.“

 

Laudatio Ehrenring Franz Meyer

„Talent hat man – oder man hätte es gerne.“ Das hat Heinz Erhard einmal gesagt.

Kompromisse zu ermöglichen und dabei gleichzeitig klares Profil zu zeigen, das ist so ein Talent.

Macher zu sein und gleichzeitig Menschenversteher. Auch das ist eine Gabe.

Für einen Landkreis, für unsere Heimat sind solche Talente ein Glücksfall.

Ich freue mich daher sehr, heute den Beschluss des Kreistages vom 20. Juli 2020 umzusetzen und Staatssekretär a.D und Altlandrat Franz Meyer mit dem Ehrenring des Landkreises Passau auszuzeichnen.

Da Sie verehrter Herr Ministerpräsident das politische Ausnahmetalent meines Vorgängers, seine liebenswürdige Hartnäckigkeit, seine Nähe zu den Menschen und seine sprichwörtliche Verbundenheit zur Heimat aus sehr persönlicher Sicht gewürdigt haben, beschränke ich mich auf die wichtigsten Daten, Zahlen, Fakten.

Diese zeigen ja sehr eindrucksvoll die Lebensleistung von Franz Meyer und beschreiben ein politisches Leben, das fest in der Region verwurzelt ist. Eine Region, die ihn prägte – und die er aber auch formte!

1978 Einzug in den Passauer Kreistag

1990 – 1996 Stellvertreter des Landrats

1990 Einzug in den Bayerischen Landtag, bis 2008

1996 Einzug in den Stadtrat seiner Heimatstadt Vilshofen, bis 2008

2003 – 2007 Staatssekretär im Bayerischen Finanzministerium

2008 Wahl zum Landrat, 2014 Wiederwahl

2014 – 2020 Bezirksvorsitzender des Bayerischen Landkreistages

Und mit dem Mut zur Lücke nenne ich auch Funktionen wie den Vorsitz des Musikbundes von Ober- und Niederbayern. Hier war Franz Meyer von 2004 – 2011 Präsident.

Und auch bei den Auszeichnungen kann ich nur exemplarisch vorgehen. Für jemanden, der wie Franz Meyer in seiner Amtszeit die Verschuldung des Landkreises halbiert hat, ist der Sparlöwe des Bund der Steuerzahler eine Auszeichnung mit besonderer Symbolkraft – und dabei meine ich Sparen und Löwe!

Heimat – oder Hoamat, wie Du es sagst lieber Franz, kennt keine engen Grenzen. Darum ist Dir „drent und herent“ so wichtig, ist Dir die Freundschaft zu unseren Nachbarn in Oberösterreich eine Herzenssache. Das Goldene Ehrenzeichen des Landes Oberösterreich ist dafür das sichtbare Zeichen.

Ich weiß auch, dass Dich die Verleihung der Ehrenbürgerwürde Deiner Heimatstadt Vilshofen und der Ehrenbürgerwürde von Neuburg a. Inn sehr bewegt und berührt haben.

Warum? Weil diese Wertschätzung der Menschen aus dem Herzen heraus kommt. Weil es darum geschieht, um Dir etwas zurückzugeben für jahrzehntelange Verbundenheit.

Genau so ist es auch mit dem Ehrenring.

Sehr geehrter Herr Altlandrat, lieber Franz: Dem Landkreis Passau ist es eine tief empfundene Herzenssache, Dir als einem seiner ganz Großen zu danken.“

Kategorien: Veranstaltung

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