Endlich: Rettung aus der Luft jetzt auch nachts
Ab Freitag, 25. September 2026, wird der Notarzthubschrauber „Christophorus Europa 3“ am Stützpunkt Suben rund um die Uhr einsatzbereit sein. Der Nachflugtauglichkeit war eine intensive und grenzüberschreitende Zusammenarbeit von ÖMTC, ADAC, OÖ-Landesregierung und dem Landkreis Passau mit der Stadt Passau und den Nachbarlandkreisen Freyung-Grafenau und Rottal Inn vorausgegangen.
Unter Federführung der Landeshauptmann-Stellvertreterin Christina Haberlander konnte eine in dieser Forma europaweit einzigartige bilaterale Luftrettung im 24/7-Modus aufgebaut werden, hieß es am Montag, 21.9.2026 beim offiziellen Startschuss in Suben. Landrat Raimund Kneidinger, der am Rande des Termins vom sprichwörtlichen „Bohren dicker Bretter“ sprach, bezeichnete alle Anstrengungen der letzten Jahre als schließlich gewinnbringend, da jetzt ein Quantensprung in der Verfügbarkeit von schneller Rettung für die bayerische Grenzregion zu Oberösterreich erfolgen konnte. Kneidinger: „Jede Minute zählt und dieser Gewinn an Sicherheit ist unschätzbar“. Alle Akteure auf beiden Seiten der Grenze, ob Abgeordnete, Ministerien oder Vertreter der Luftrettung hätten nicht nachgelassen und das Thema immer wieder in die Öffentlichkeit getragen.
Zusammen mit der stellvertretenden Landrätin von Rottal-Inn, Anna Nagl, und deren Amtskollegen Simon Stockinger (Freyung-Grafenau) zeigte sich Kneidinger überzeugt, dass die massive Unterstützung durch die bayerische Staatsregierung mit dazu beigetragen habe, auch die Koordinierung der Kostenträger für den aufwändigen 24-Stunden-Betrieb zu ermöglichen. Simon Stockinger bezeichnete den Rettungshubschrauber als „extrem bedeutsam“ für das Landkreisgebiet Freyung-Grafenau. „Die von Suben aus koordinierte Hilfe aus der Luft ist für den Landkreis Rottal-Inn ein wesentlicher Bestandteil der Sofortrettungs-Struktur“, so das Fazit Anna Nagl.
2025 absolvierte „Christophorus Europa 3“ von Suben aus über 1500 Rettungsflüge im Tagbetrieb. Nach Schätzungen werden mit dem Nachtbetrieb rund 250 Einsätze pro Jahr hinzukommen.