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Auch für Polizeistatistik 2020 gilt: Sinkende Fallzahlen und steigende Aufklärungsquote

Polizeidirektor Stefan Schillinger (v.r.) und der Leiter der Kriminalpolizei Passau Michael Krickl erläuterten Abteilungsleiterin Verena Schwarz und Landrat Raimund Kneidinger die Polizeistatistik 2020.

Meldung vom 02.06.2021 Sondereffekt Pandemie: Kaum noch Einbrüche, weniger Verkehrsunfälle

Passau. „Wieder ein Termin der guten, ja sehr guten Zahlen“ – das war die Bilanz von Landrat Raimund Kneidinger nach dem traditionellen Sicherheitsgespräch mit der Polizeiinspektion (PI) Passau. Polizeidirektor Stefan Schillinger und Kripo-Chef Michael Krickl konnten für 2020 erneut auf sinkende Fallzahlen verweisen, gleichzeitig stieg die Aufklärungsquote im Landkreis auf jetzt fast 81 Prozent – 2019 lag man knapp unter 80 Prozent.   Landkreisweit verzeichnete die Polizei im letzten Jahr  6146 Delikte. Zum Vergleich: 2019 waren es 6477 Fälle.

Landrat Kneidinger wertete den Bericht als „Beleg für die herausragende Arbeit der Polizistinnen und Polizisten im Landkreis“. Die Menschen könnten sich im Landkreis „sehr sicher fühlen“, so der Landkreis-Chef.  Gemeinsam mit der zuständigen Abteilungsleiterin Verena Schwarz sicherte er der Polizei die Partnerschaft und Unterstützung des Landkreises zu. Für Kneidinger waren dabei vor allem die langfristig zu beobachtenden Entwicklungen wichtig. Dass Corona-bedingt etwa die Zahl Wohnungseinbrüche derzeit drastisch sinke, werde leider kein Dauerzustand bleiben, aber die allgemein sinkenden Fallzahlen und die stetig steigende Aufklärungsquote seien „eine stabile Erfolgst endenz seit Jahren, unabhängig von Corona oder anderen Sondereffekten“.

Die Aufklärungs-Werte von über 80 Prozent  sind in den Augen Kneidingers umso beachtlicher, als sie deutlich über dem Niederbayern-Wert von 72,3 Prozent liegen, der bayernweit unter den Regierungsbezirken ohnehin  in der Spitzengruppe positioniert ist.

Sorgen bereiten ihm wie auch der Polizeiführung allerdings nach wie vor die Zahl von sogenannten Rohheitsdelikten (Körperverletzungen, Raubdelikte, Freiheitsdelikte). Hier konnte im Bereich der PI Passau (ohne Stadtgebiet) 2020 wenig Änderung verzeichnet werden, die Zahl stieg  leicht auf 187 (2019: 185). In der langfristigen Tendenz bewegen sich diese Delikte auf zu hohem Niveau, besonders wenn man die ansonsten rückgängigen Fallzahlen der meisten anderen Deliktsarten betrachtet.

Deutlich gingen die Rauschgiftdelikte zurück. Landkreisweit waren 378 Fälle zu verzeichnen, 2019 waren es 610. Zurück gingen die Wohnungseinbrüche im Inspektionsbereich (ohne Stadtgebiet Passau). Hier schlugen im letzten Jahr  Täter 15 Mal zu, 2019 waren es noch 27 Fälle.

Gesamt gesehen ist der Landkreis Passau  sehr sicher. Konkret: Niederbayern ist mit einer Fallquote von rund 3375 Delikten pro 100.000 Einwohner bereits der sicherste Regierungsbezirk. Die Quote für den gesamten Freistaat liegt bei 4291. Im PI-Bereich Passau werden dieser Werte mit einer Häufigkeit von 2388 noch einmal deutlich unterschritten.  

Auch bei den Verkehrsunfällen ist die Zahl im Dienstbereich der Inspektion Passau rückläufig, von 3403 im Jahr 2019 auf 2669 im Vorjahr. Hier hatten die Pandemiebeschränkungen zu deutlich weniger Mobilität und damit zu weniger Unfällen geführt. Unabhängig davon bleibt aber jeder vierte Verkehrsunfall im Bereich der Polizeiinspektion ein Wildunfall.

Traurig ist die Zahl der Menschen, die im Straßenverkehr ums Leben gekommen sind. Die Zahl der Verkehrstoten stieg auf sieben, fünf davon waren Motorradfahrer bzw. Mitfahrer. 2019 waren drei Verkehrsteilnehmer ums Leben gekommen.

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