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Altlandrat Franz Meyer wird Träger des Ehrenrings des Landkreises Passau

Meldung vom 21.07.2020 Der Kreistag des Landkreises Passau hat einstimmig beschlossen, den Ehrenring für besondere Verdienste um den Landkreis Passau an Altlandrat Franz Meyer zu verleihen. Das Gremium folgte damit einer ebenfalls einstimmigen Empfehlung des Ehrenbeirates.

Der Kreistag des Landkreises Passau hat einstimmig beschlossen, den Ehrenring für besondere Verdienste um den Landkreis Passau an Altlandrat Franz Meyer zu verleihen. Das Gremium folgte damit einer ebenfalls einstimmigen Empfehlung des Ehrenbeirates.

Franz Meyer habe sowohl als Parlamentarier, als Staatssekretär und als Kreispolitiker und Landrat mit größtem persönlichem Einsatz die Zukunft und das Wohl seiner Heimat im Blick gehabt. Mit dieser zentralen Aussage schlug Landrat Raimund Kneidinger dem Kreistag die Verleihung des Ehrenrings an den Altlandrat vor. Das Plenum des Kreistages folgte diesem Antrag einstimmig. Damit ist Franz Meyer Träger der höchsten Auszeichnung, die der Landkreis Passau vergeben kann.

Der Landkreis Passau zählt heute sowohl in seiner wirtschaftlichen wie auch infrastrukturellen Entwicklung zu den Spitzenreitern in Bayern. Dies kennzeichnen u.a. die stetig steigenden Bevölkerungszahlen und die Zunahme der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze um 13.000 innerhalb von zehn Jahren und die bundesweit zweithöchste Rückkehrer-Quote, also junge Menschen, die nach Ausbildung, Studium oder Berufseinstieg in anderen Regionen wieder in den Heimatlandkreis zurückkehren. Weitere Ausnahmestellungen besitzt der Landkreis u.a. als eine der wichtigsten Ferienregionen Deutschlands, als Kulturlandkreis und als Vorreiter in Naturschutz, Umweltschutz und Nachhaltigkeit.

Maßgeblich verantwortlich dafür ist Altlandrat Franz Meyer. Als Mitglied des Bayerischen Landtags, als Staatssekretär im Bayerischen Finanzministerium und als Landrat hat er über drei Jahrzehnte die Weichen für eine zukunftsorientierte Gestaltung seiner Heimat gestellt. 

Schon in jungen Jahren, bei der Landjugend Albersdorf, begann Franz Meyer sein Netzwerk zu flechten. Quer durch alle Gesellschaftsschichten und über Parteigrenzen auf Orts-, Landes- und Bundesebene pflegte er viele und intensive Kontakte. Diesen Kontakten ist es zu verdanken, dass der Landkreis Passau viele Projekte maßgeblich mitgestalten konnte und der ländliche Raum daraus Nutzen ziehen konnte. Dabei hatte er stets das Wohl der Bürgerinnen und Bürger im Blick, ebenso wie die Finanzen und die Stabilität der kommunalen Familie.  Unabhängig in welcher politischen Funktion Franz Meyer aktiv war, immer stand das Fortkommen des Landkreises Passau im Fokus seines unermüdlichen Engagements.

Als Stichpunkte können hier beispielhaft genannt werden: Behördenverlagerung (z.B. Amt für Digitalisierung und Breitband/Vilshofen an der Donau, Außenstelle LKA/Wegscheid), Spielbank Bad Füssing, Autobahn A 94, E-Wald, Technologiezentrum Ruhstorf a.d.Rott, Kunststoffcampus Hutthurm, Vermarktungsgesellschaft Ruhstorf a.d.Rott, Bayerische Landesausstellung „Bier in Bayern“ u.v.a.m.

Mit außerordentlicher Gestaltungskraft hat Franz Meyer seine Erfahrungen und Verbindungen aus der Landespolitik in seine Landratstätigkeit eingebracht. Mit Beginn seiner Amtszeit am 01. Mai 2008 hat er sich vor allem den Zukunftsthemen gewidmet und auf den Weg gebracht. Auch hier nur einige Beispiele:

  • Koordinierungsstelle Breitband mit Förderprogramm des Landkreises für die Gemeinden
  • Integriertes Klimaschutzkonzept bzw. Nachhaltigkeitsstrategie auf Grundlage der Agenda 2030
  • Seniorenpolitisches Gesamtkonzept und Einrichtung der Fachstelle Senioren
  • Umsetzung „Drei-Standorte-Konzept“ der Landkreisverwaltung mit Neubau Dienstgebäude Salzweg im Passivhausstandard
  • Jugendsozialarbeit an Schulen flächendeckend
  • Standortmarketing (Veranstaltungsreihen: Wirtschaftswoche, Landrat triff Wirtschaft, Unternehmerabende etc.).
  • Sicherung der Krankenhaus-Standorte im Landkreis (begleitende Projekte wie Gesundheitsregion Plus)
  • hohe Investitionen für die Schulen (landkreiseigene Schulen und Förderung der Schulen in kirchlicher Trägerschaft)
  • Schuldenabbau u.v.a.m.

 

Die Menschen standen immer im Mittelpunkt des Engagements von Franz Meyer. Besondere Wertschätzung brachte er den Ehrenamtlichen entgegen, allen voran den Hilfsorganisationen, und „seinen“ Feuerwehren.

Er pflegte eine breite Anerkennungskultur und hat dafür auch die Baptist-Kitzlinger-Plakette, den Sportpreis des Landrats sowie die Auszeichnung als „Heimatbotschafter“ geschaffen und die Bayerische Ehrenamtskarte etabliert.

Der offene Meinungsaustausch auf Augenhöhe mit den Betroffenen war sicher eines der Erfolgsrezepte im politischen Leben von Franz Meyer. So suchte er immer das Gespräch und hat einige „Runde Tische“ installiert: mit der Landwirtschaft, den Fischereiverbänden, den Heimleitern, den ehrenamtlich Tätigen im Asylbereich u.v.a.m. 

Die Qualität einer Führungspersönlichkeit zeigt sich vor allem in der Krise. Mehrere schwere Krisen waren in der Amtszeit von Landrat Meyer zu bewältigen. Neben dem eigentlichen  Krisenmanagement hat Landrat Meyer auch immer seinen Einfluss geltend gemacht, um dafür zu sorgen, dass schnelle und unbürokratische Hilfe bei den Betroffenen angekommen ist:

  • 2013 – Hochwasser-Katastrophe an Donau und Inn (Weichenstellung für die Soforthilfe des Freistaates Bayern erfolgt im Gespräch mit Landrat Meyer am Landratsamt Passau)
  • 2015 – Flüchtlingskrise mit täglich rd. 8.000 an den Grenzübergängen im Landkreis und der Herausforderungen „unbegleitete Minderjährige“ (deutschlandweite Verteilung zur Versorgung war eine Forderung des Landkreises Passau
  • 2017 – Sturmkatastrophe „Kolle“  (Zusage Hilfsprogramm für Waldbesitzer durch StM Seehofer bei einem Ortstermin im  Landkreis Passau)
  • 2020 – „Corona“-Pandemie