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Außenluft

Krebsentstehung und Luftschadstoffe

"Umweltschadstoffe machen krank". Diese weitverbreitete Meinung bedarf einer näheren Betrachtung.

Tatsächlich spielen Umweltschadstoffe eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Krankheiten wie zum Beispiel Krebs. Aber die Ernährung und das Rauchen sind die Top-Ursachen für die Krebsentstehung. Gemeint sind hier die falsche Ernährung und die Überernährung.

Überraschend stellt die normale Nahrung und Ernährung den Hauptfaktor für die Krebsentstehung dar. Gemeint ist die sog. Normalnahrung, Fremdstoffe in der Nahrung als Zusatzstoffe oder Rückstände sind nicht berücksichtigt: ihre Rolle ist verschwindend gering. Zur falschen Ernährung gehören z.B. ein zu hoher Anteil von Fleisch und tierischem Fett, eine faserarme Kost, ein Missverhältnis zwischen Kohlehydraten, Fett und Eiweiß, die Hitzebehandlung von Fleisch mit Bildung stark erbgutschädigender Stoffe. Die Zufuhr zu vieler Kalorien, die "Überernährung" führt zu Übergewicht. Das Übergewicht scheint der bedeutendste Risikofaktor für die Krebsentstehung zu sein, wie man aus Tierversuchen ableiten kann.

Tabakgenuss stellt neben der Fehl- und Überernährung die zweitwichtigste Ursache für Krebsentstehung dar. Dies hat sich immer wieder in Studien bestätigt. Besonders Lungenkrebs aber auch Blasenkrebs oder Krebs der Verdauungswege werden zumindest teilweise dem Tabakrauch zugeschrieben.

Einen relativ geringen Anteil an der Krebsentstehung haben nach heutigem Wissensstand die sog. Umweltschadstoffe, die in der Luft, im Wasser, in der Nahrung vorkommen können. Auch die Haushaltschemikalien spielen in diesem Zusammenhang nur eine untergeordnete Rolle.

Fazit: Wir haben es zum großen Teil selbst in der Hand, durch gute Lebensweise (d.h. zum Beispiel richtige Ernährung und Nichtrauchen) das Krebsrisiko deutlich zu senken.

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Infoblatt:
Umweltmedizin & Umwelthygiene - Kerntechnischer Unfall