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Windpocken

Übertragung: Windpocken werden hervorgerufen durch ein Virus (Varizella), sie treten weltweit und nur beim Menschen auf. Die Übertragung geschieht durch Tröpfcheninfektion oder durch den Inhalt der Bläschen.

Verlauf: Ca. 2 Wochen nach Ansteckung kommt es zu Fieber und einem juckenden Ausschlag mit Bläschen zunächst am Körperstamm der dann auf alle Körperteile übergeht. Durch Kratzen kann es zu Narbenbildung kommen.

Zwar kommt es selten zu Komplikationen wie Lungenentzündung oder Beteiligung des Nervensystems. Problematisch ist eine Erkrankung aber während der Schwangerschaft bzw. für Neugeborene.

Behandlung: Juckreiz lindernde Medikamente

Ansteckungsfähigkeit besteht 2 Tage vor Auftreten der Bläschen bis zu 1 Woche nach Auftreten der letzten Hauterscheinungen.

Prophylaxe: die Schutzimpfung wird empfohlen für alle Kinder ab dem 11. Lebensmonat sowie für Frauen mit Kinderwunsch, die bisher nicht an Windpocken erkrankt sind und abwehrgeschwächte Menschen. Außerdem gibt es Hinweise, dass durch eine Impfung evt. Gürtelrose zu vermeiden ist.

Gemeinschaftseinrichtungen dürfen von Erkrankten bis 1 Woche nach Erkrankungsbeginn nicht besucht werden

Darüber hinaus kann v.a. bei älteren Menschen Gürtelrose (Herpes zoster) auftreten. Dabei werden Windpockenviren, die nach einer Ersterkrankung im Körper verblieben sind, reaktiviert. Dabei kommt es zu einem schmerzhaften, häufig gürtelförmigen Ausschlag am Körper.

Therapie der Gürtelrose: antivirale Therapie (z.B. Aciclovir), bedarfsweise Gabe von Schmerzmitteln

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