Landkreis Passau Landkreis Passau
 

Kreisstraßen auf dem Prüfstand

Um die Sanierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen an den Kreisstraßen noch besser planen zu können wird ab nächster Woche eine Bestandserfassung und Zustandsbewertung des 590 Kilometer langen Straßennetz durchgeführt.

Meldung vom 21.08.2019 Verwaltung gibt Zustandserfassung und -bewertung in Auftrag – Befahrung beginnt nächste Woche

Passau. Mit etwa 590 Kilometern hat der Landkreis Passau eines der längsten Kreisstraßennetze Bayerns. Die Instandhaltung dieser infrastrukturellen Lebensadern des Passauer Landes ist eine der wichtigsten Aufgaben der Kreisstraßenverwaltung. Um die Instandhaltungs- und Sanierungsmaßnahmen auch unter Berücksichtigung der zukünftigen Verkehrsanforderungen noch besser planen und durchführen zu können, hat der Ausschuss für Verkehr und Tourismus bereits zu Beginn des Jahres die entsprechende Vergabe eine Bestandsaufnahme und Zustandsbewertung beschlossen.

Ab Dienstag, 27. August wird dieser Beschluss nun umgesetzt. Ein speziell ausgestattetes Fahrzeug der Firma TÜV Rheinland Schniering GmbH wird dazu auf den kreiseignen Straßen unterwegs sein und das Straßennetz messtechnisch erfassen. Hauptziel der Befahrung ist die objektive Zustandsbewertung der Straßeninfrastruktur mit Hilfe moderner Technologien.

Mit hochpräziser Mess- und Erfassungstechnik werden Schäden am ca. 590 Kilometer langen Kreisstraßennetz aufgenommen. Hierzu gehören Risse, Flicken, Spurrinnen, Schlaglöcher oder andere Unebenheiten. Auch eine Griffigkeitsmessung war Teil der Ausschreibung. Diese wurde bereits abgeschlossen. Die ab nächster Woche durchgeführten Messungen erfolgen mit einem schnell fahrenden Messfahrzeug, welches die Ebenheit in Längs- und Querrichtung durch Sensoren aufnimmt. Zudem werden Strecken- und Oberflächenbilder aufgenommen, anhand derer Schäden an der Fahrbahnoberfläche abgeleitet werden können. Die Kameras erfassen dabei ausschließlich die Fahrbahn. Personenbezogene Daten wie Gesichter oder KFZ-Kennzeichen werden vom Auftragnehmer unkenntlich gemacht.

Die Befahrung an sich dauert etwa fünf bis sechs Tage, abhängig von den Witterungsverhältnissen. Die endgültigen Ergebnisse werden der Kreisstraßenverwaltung im Herbst bzw. Winter 2019 übergeben.

„Aufbauend auf den Ergebnissen kann der optimale Eingreifzeitpunkt für sanierungsbedürftige Straßen erkannt werden“, wie der Leiter der Kreisstraßenverwaltung, Herbert Hebel erklärt. Die Aktualisierung des mittelfristigen Sanierungsprogramms gehe dabei einher mit der Erstellung des Finanzbedarfs in der Kreisstraßenverwaltung, so Hebel weiter. Daher ist eine Darstellung der Ergebnisse im Ausschuss für Verkehr und Tourismus entweder noch dieses Jahr oder zu Beginn des nächsten Jahres durch Herbert Hebel und Mitarbeiterin der Kreisstraßenverwaltung, Theresa Dorfner angedacht.