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Dr. Mochti feierte mit Freunden 50 Jahre Priester

Meldung vom 11.07.2018 Eindrucksvoller Gottesdienst in der Klosterkirche

Familiär und herzlich war die Atmosphäre und eindrucksvoll der Gottesdienst, als Domdekan em. Professor Dr. Otto Mochti sein 50jähriges Priesterjubiläum in der Klosterkirche Niedernburg feierte. Geladen hatte der Deutsch-Ungarische Freundeskreis Passau-Veszprem, dessen Präsidiumsmitglied der Jubilar ist.

So war es der Vorsitzenden Amanda Dropalla vorbehalten die Gäste zu begrüßen, darunter Landrat Franz Meyer, MdL Dr. Gerhard Waschler, Stadtrat Clemens Damberger und Oberstudiendirektor Rudolf Nerl als den Hausherrn der Aula, in der anschließend stilvoll weitergefeiert wurde. Ihr besonderer Gruß galt dem Chor „Crescendo“, der unter der Stabführung von Günther Brilka den Gottesdienst wunderschön musikalisch umrahmte, an der Orgel wirkte Matthias Limmer.

„Wir haben hier schon manche Gedenktage gefeiert“, stellte Dropalla fest, doch heute stehe ein goldenes Priesterjubiläum im Zentrum. Frei nach Mark Twain heiße es, „der beste Weg, sich selbst eine Freude zu machen, ist zu versuchen, einem anderen eine Freude zu machen“. Deshalb sei man heute zusammengekommen um Prof. Dr. Otto Mochti zu ehren. Die Vorsitzende dankte auch dem Teufelstriller-Ensemble von Jürgen Meißner, das anschließend den Empfang in der Aula der Giselaschulen auf hohem Niveau musikalisch gestaltete.

Der Jubilar begrüßte zunächst noch besonders seine Pfarrhaushälterin Elisabeth Kreis, die auf 25 gemeinsame Jahre zurückblicken könne. In seiner Predigt stellte er anschließend in groben Zügen Stationen seines Wirkens vor. So sei er am 29. Juli 1968 von Bischof Simon Konrad Landersdorfer im Stephansdom zum Priester geweiht worden. Es folgte eine Zeit als Kaplan in St. Nikola, 1970 das weitere Studium und die Promotion an der Uni München, 1979 die Zeit als Stadtpfarrer von St. Paul und St. Nikola, 1983 der Ruf an die Uni Graz mit fünfjährigem Wirken und 1988 die Berufung in das Domkapitel von Passau mit zwei Jahren als Generalvikar und schließlich 20 Jahren als Diözesanbeirat des Katholischen Frauenbundes, eine seelsorgerische Aufgabe, die ihm sehr viel Freude bereitet habe. Emeritiert sei er jetzt wieder nach St. Nikola zurückgekehrt.

Das 2. Vatikanische Konzil habe das Wesen des priesterlichen Dienstes zentral in der Verkündigung des Wortes Gottes verankert, stellte der Jubilar fest. Das habe auch Auswirkungen auf das priesterliche Ethos. Je tiefer der Priester selbst von diesem Wort erfasst sei, desto mehr sei er ein Mensch mit „hörendem Herzen“. Dies sei auch ein gutes Leitbild für den Priester unserer Tage, der solidarisch und brüderlich den Weg des Glaubens gehen solle. Gerade die Menschen unserer Zeit, die jede Anmaßung und Bevormundung zurückweisen, wollen den Priester als brüderlichen Gefährten. Der Jubilar ging noch auf eine Reihe von Aspekten ein, denen sich der heutige Priester nicht verschließen dürfe und denen er sich stellen müsse.

So nannte er das Verhältnis von Priester und Gemeinde eine Schicksalsgemeinschaft, aus der niemand aussteigen könne. Der Priester sei gerade heute kein einsamer Einzelkämpfer mehr, sondern brauche die lebensnotwendige Solidarität und Mitverantwortung der Gläubigen. Die Kirche sei nach dem Verständnis des Konzils eine lebendige Communio, eine Gemeinschaft der Glaubenden. Insofern gelte das Wort vom „hörenden Herzen“ auch für alle Glieder der Gemeinde. Wenn dieses Aufeinander-Hören gelinge, dann werde ein Klima des Vertrauens geschaffen, schloss Prof. Dr. Mochti diese bemerkenswerte Betrachtung der Rolle von Priester und Gemeinde.

Mit herzlichen Worten würdigte anschließend Landrat Franz Meyer den Jubilar. Er sei ein engagierter und ausgezeichneter Seelsorger, der insbesondere als Stadtpfarrer in Passau, als Diözesanpräses des Katholischen Frauenbundes und im deutsch-ungarischen Freundeskreis gewirkt habe. Dafür sei er wohl schon in seiner Kindheit in einer großen Familie geformt worden. Dr. Mochti sei aber auch Würdenträger, angesichts der vielen wichtigen Ämter die er bekleidet habe. Für dieses vielseitige Wirken im Weinberg des Herrn gelte es heute Vergelt’s Gott zu sagen. Es sei zu wünschen, dass der goldene Jubilar noch lange die Kraft finde, seine Aufgabe zu erfüllen aber auch seinen Ruhestand nach einem erfüllten Priesterleben zu genießen. Zum Dank gab es vom Landrat den Landkreisteller.