Ökologisch begleitete Gehölzarbeiten an der B 388 zwischen Erlau und Obernzell

10. Februar 2026: Umfangreiche Gehölzarbeiten finden derzeit an der B 388 zwischen Erlau und Obernzell statt. Diese sind Teil der Vorbereitungen für die Felssicherung, die 2026 in diesem Abschnitt geplant ist. Die Arbeiten finden in enger Abstimmung mit den Naturschutzbehörden von Landkreis und Regierung von Niederbayern statt und erfolgen unter besonderer Berücksichtigung von Natur- und Artenschutzbelangen.

Die Arbeiten haben am 27. Januar 2026 begonnen und werden bis Ende Februar dauern. Aus Gründen der Arbeits- und Verkehrssicherheit finden die Arbeiten unter halbseitiger Sperrung statt.

Hintergrund für den Gehölzschnitt sind die bevorstehenden Arbeiten zur Felssicherung im Jahr 2026 sowie die regelmäßigen Überprüfungen von bestehenden Felssicherungs-Anlagen. Der betroffene Abschnitt liegt in einem ökologisch besonders wertvollen Gebiet der Donauleiten. Aus diesem Grund wurden die Maßnahmen im Vorfeld eng mit der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Passau sowie mit der Regierung von Niederbayern abgestimmt. Während der gesamten Bauzeit begleitet eine ökologische Baubegleitung die Arbeiten und stellt die fachgerechte und schonende Umsetzung sicher.

Um Eingriffe in Natur und Landschaft auf das notwendige Maß zu beschränken, wird lediglich ein schmaler Arbeitsstreifen von etwa fünf bis zehn Metern freigeschnitten. Die genaue Breite richtet sich nach den örtlichen Gegebenheiten. Sämtliche Fäll- und Gehölzarbeiten finden außerhalb der Brut- und Vegetationszeit im Zeitraum vom 1. Oktober bis 28. Februar statt.

Vor jeder Fällung werden die betroffenen Bäume auf vorhandene Quartierstrukturen für Brutvögel und Fledermäuse überprüft. Bäume mit entsprechenden Quartieren werden gekennzeichnet und soweit möglich erhalten. Eine Fällung erfolgt ausschließlich nach Freigabe durch die ökologische Baubegleitung.

Die Gehölzarbeiten leisten zugleich einen Beitrag zum Erhalt der wertvollen Felslebensräume der Donauleiten. Diese Sonderstandorte sind Lebensraum zahlreicher seltener und schützenswerter Pflanzenarten, werden jedoch zunehmend durch Gehölzaufwuchs beeinträchtigt. Durch den gezielten Rückschnitt, insbesondere von Robinien und Staudenknöterich, wird die Verbuschung reduziert, die Verschattung minimiert und der charakteristische Lebensraum langfristig gesichert.

Tagesaktuelle Informationen zu Straßensperrungen und Umleitungen finden Sie unter www.bayerninfo.de