Ukraine-Hilfe: Zentrale Anlaufstelle für Hilfsangebote aus dem Landkreis Passau

09. März 2022: Landratsamt sammelt Hilfsangebote - Schnelle Koordinierung im Bedarfsfall - Hinweise für ukrainische Geflüchtete

Hinweise für Hilfs- oder Wohnungsangebote

Den Landkreis Passau haben bereits zahlreiche Hilfsangebote im Zusammenhang mit der Fluchtbewegung aus ukrainischen Kriegsgebieten erreicht.

Ab sofort steht dafür eine zentrale E-Mail-Adresse zur Verüfung. An diese können alle Hilfsangebote gesendet werden. Das Landratsamt sammelt derzeit vorsorglich die Angebote, um diese im Bedarfsfall - wenn erste Hilfesuchende in der Region ankommen - schnell koordinieren zu können.

Die E-Mail-Adresse lautet:

ukraine-hilfe@landkreis-passau.de

Hinweis:
Für die stationäre Versorgung von Flüchtlingen gibt es derzeit keinen Bedarf an Sachspenden. Denn nach den bisherigen Erkenntnissen haben die überwiegende Anzahl der Einreisenden aus der Ukraine konkrete Ziele bei Verwandten und Bekannten. Überdies reichen die zur Verfügung stehenden Ressourcen der örtlichen Hilfsorganisationen an Verpflegung und Bekleidung aktuell völlig aus. Für Geldspenden verweist das Landratsamt auf die z.T. bundesweiten Spendenkonten der verschiedenen Hilfsorganisationen.


Angebote von Wohnraum

Um eine mittel- und längerfristige geeignete Unterbringung ukrainischer Geflüchteter zu gewährleisten, nimmt der Landkreis Passau nach wie vor Wohnraumangebote mit angemessenem Mietzins entgegen. Für entsprechende Angebote sollte möglichst das nachfolgende Formular verwendet werden. Dieses kann entweder per Mail an die o.g. Adresse oder postalisch an die auf dem Formular angegebene Adresse gesendet werden. Bitte geben Sie unter "Anmerkungen" unbedingt an, wie lange sie vermieten möchten.

Hier können Sie Ihr Wohnraum-Angebot einreichen

Wohnraumangebote sollten im angemessenen Kostenrahmen liegen. Eine Tabelle mit den jeweiligen Höchstbeträgen zur Orientierung finden Sie hier.

Das Landratsamt Passau sammelt und vermittelt die hier abgegebenen Wohnraumangebote in Abstimmung mit den Kommunen. Derzeit ist nicht vorgesehen, dass die Kommunen oder der Landkreis selbst als Mieter auftreten. Mietverträge werden durch den Vermieter mit dem Bewohner geschlossen. Die Mietkosten tragen die Mieter aus eigenen Mitteln (z.B. bei Erwerbstätigkeit) oder aus Sozialleistungen (Asylbewerberleistungsgesetz). Im Einzelfall können die Mietkosten im Rahmen der Übernahme der Kosten für Unterkunft nach dem Asylbewerberleistungsgesetz direkt vom Sozialhilfeträger an den Vermieter gezahlt werden. Änderungen des Vertragsverhältnisses zwischen Vermieter und Bewohner ergeben sich daraus nicht.

Bei einem Bezug von Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz ist zu beachten, dass Unterkunftskosten nur insoweit berücksichtigt werden können, als dass sie sich im o.g. Angemessenheitsrahmen bewegen. Die Berücksichtigung höherer Unterkunftskosten ist nur in begründeten Ausnahmefällen möglich (z.B. bei behindertengerechten Wohnungen, sofern dies erforderlich ist). Grundsätzlich bedarf die Kostenübernahme einer vorherigen Abklärung mit dem Sozialhilfeträger, Mietverträge sollten erst im Anschluss unterzeichnet werden.



Hinweise zur Registrierung für ukrainische Geflüchtete

Ukrainische Staatsangehörige haben grundsätzlich ein 90-tägiges Aufenthaltsrecht in Deutschland (visumsfrei). Um eine Erwerbstätigkeit ausüben oder um Sozialleistungen empfangen zu können, ist aber ein Aufenthaltstitel erforderlich.

Ukrainische Staatsangehörige, die bereits eine feststehende Unterkunft im Landkreis Passau haben (beispielsweise bei Verwandten oder Bekannten), werden über das Ausländeramt des Landratsamtes Passau registriert. Dazu reicht zunächst eine E-Mail mit der Wohnadresse, einer Kontakt-Telefonnummer oder E-Mail-Adresse und einer Passkopie (Foto/Scan) an auslaenderamt@landkreis-passau.de aus. Ein Antrag auf Erteilung eines Aufenthaltstitels muss an das Ausländeramt übermittelt werden. Eine Wohnsitzanmeldung über die kommunalen Einwohnermeldeämter kann bereits zuvor erfolgen. Um eine funktionierende Postzustellung zu gewährleisten, sollte an eine entsprechende Briefkastenbeschriftung an den jeweiligen Wohnadressen gedacht werden

Ukrainische Staatsangehörige ohne feststehende Anlaufadresse bzw. Personen anderer Staatsangehörigkeit, die angeben, aus der Ukraine zu kommen, sollen sich an die jeweils örtlichen AnKER-Zentren wenden.

Nachdem die Ausländerbehörde einen Aufenthaltstitel ausgestellt hat, können geflüchtete Ukrainer einer Erwerbstätigkeit nachgehen oder Sozialleistungen empfangen. Für Sozialleistungen soll das Asylbewerberleistungsgesetz zur Anwendung kommen, unabhängig davon, ob ein Asylantrag gestellt wurde. Anträge auf Sozialleistungen können über die Sozialämter der Kommunen oder über die Sozialverwaltung am Landratsamt gestellt werden. Antragsformulare sind über die Kommunen oder per E-Mail an sg33-AsylbLG@landkreis-passau.de zu erhalten. Sie finden das Antragsformular in zweisprachiger Ausführung auch hier.

Bezüglich persönlicher Vorsprachen in den Dienststellen des Landratsamtes weisen wir auf die erforderliche Terminvereinbarung hin (Kontakt über die jeweiligen E-Mail-Adressen wie oben angegeben). Zudem wird auf die Zugangsregelung für das Landratsamt (3G - geimpft, genesen oder getestet) hingewiesen. Teststellen sind unter www.landkreis-passau.de/testzentrum zu finden.