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Waldschäden: Anträge auf Räumungskosten-Beihilfe können ab sofort gestellt werden

28.09.2017 Forstverwaltung ist vorbereitet - Landrat informiert sich über Stand der Aufarbeitung in den Wäldern

Passau. Sechs Wochen nach der Sturmkatastrophe ist die Aufarbeitung der Schäden im vollen Gange. Rund 60 bis 70 Holzvollernte-Maschinen (Harvester) sind derzeit im Landkreis im Einsatz, schätzt Johann Gaisbauer, stellvertretender Leiter des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Passau-Rotthalmünster (AELF) und Bereichsleiter Forsten. Ab Donnerstag, 28. September 2017, gibt die Behörde die Anträge der Waldbauern auf staatliche Zuschüsse aus- und nimmt sie auch entgegen, so AELF-Leiter Robert Schnellhammer bei einem Informationsgespräch mit Landrat Franz Meyer an einer der Hauptschadensstellen im Bereich Donauwetzdorf/Gosting  in der Gemeinde Thyrnau.

Mit BBV-Kreis-Obmann und Waldbauer Hans Koller, der selbst vom Sturm betroffen ist, war sich der Landrat dabei über die „hervorragende Arbeit der Forstverwaltung“ einig, das bereits jetzt über acht zusätzliche Förster verfügt. In den kommenden Tagen werden weitere 10 neue Mitarbeiter kommen um das Sofortgeld zu bearbeiten. Insgesamt werden dann rund 20 Zusatzkräfte zur Betreuung der Waldbauern, Firmen und Kommunen im Raum arbeiten. Johann Gaisbauer: „Wir sind vorbereitet.“

Unter den Forstamts-Mitarbeitern ist auch der Spezialist für Waldwegebau Frank Hömberg vom AELF Kulmbach – ein Thema, das gerade den Gemeinden sehr wichtig sei, erklärte Thyrnaus Bürgermeister Alexander Sagberger. Für ihn und alle anderen Betroffenen hatten die Vertreter des Forstamtes die klare Botschaft, dass hier mit einer Förderung bis zu 80 Prozent und mehr gerechnet werden könne.

Die Beseitigung des Bruchholzes, so erklärten die Waldbauern bei dem Ortstermin, ist derzeit abhängig von den Verlade-Kapazitäten im Bahnhof Passau. bzw. dem Umschlageplatz auf dem Gelände der Firma Bayernhafen. Diese Logistik-Lösung begrüßt der Landrat sehr, denn „der Abtransport des Holzes ist derzeit die Schlüsselgröße und bestimmt, wie schnell die Aufarbeitungen vorankommen.“ Für den Bereich Gosting/Donauwetzdorf rechnen die Betroffenen dass bis Frühjahr 2018 das gesamte Schadholz aufgearbeitet und abgefahren ist. Dann aber gehe die Arbeit für die Waldbesitzer erst richtig los mit Aufforstung und Pflege. Dabei sei viel Handarbeit nötig, so Hans Koller. Ein langer Prozess also, den der Landrat weiterhin begleiten und unterstützen will. „Die schnelle Hilfe der Staatsregierung nach dem Sturm und die sofortige Präsenz von Landwirtschaftsminister Helmut Brunner und Ministerpräsident Horst Seehofer war ungemein wichtig. Jetzt kommt es darauf an, für die Betroffenen weiter am Ball zu bleiben.“

Kategorien: Natur