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Muttermilch
Mit der Ernährung von Säuglingen durch Muttermilch sind einige wichtige natürliche Faktoren verbunden, die als entscheidende Vorteile des Stillens zu sehen sind und daher einer möglichen Schadstoffbelastung gegenüber zu stellen sind. Schwer abbaubare Substanzen, die in die Umwelt gelangen, reichern sich häufig in der Nahrungskette an. Der Mensch nimmt dabei mit der Nahrung Schadstoffe auf, die sich in Fettgeweben und der Leber mehr oder weniger anreichern. Muttermilch steht in dieser Nahrungskette an allerletzter Stelle. Zwar sind die Schadstoffgehalte in der Muttermilch kontinuierlich zurückgegangen, doch muss hier eine Risikoabwägung der Vor- und Nachteile des Stillens vorgenommen werden. In jüngsten Arbeiten fordern Wissenschaftler, dass die Empfehlungen der Wirtschaftsgremien von 1984 über die Stilldauer (bis zum vollendeten vierten Lebensmonat) überdacht werden sollten, da sich die Schadstoffkonzentrationen in der Muttermilch seit 1984 kontinuierlich verringert haben und die Vorteile des Stillens nun noch höher zu bewerten sind.